Die Faschingshochburg im Landkreis hat es wieder einmal bewiesen: Die Gala des MCC bot ein mittreißendes Unterhaltungsprogramm mit zwei Premieren und insgesamt acht Tanzformationen.
Die Begrüßung durch Sitzungspräsident Hans-Werner Müller galt allen Besuchern und den vielen Vertretern aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik „und denen, die es noch werden wollen“.

Den Reigen der Auftritte eröffneten die Tanzmäuse mit ihrer entzückenden Minidisco. Eine anspruchsvolle Choreografie boten anschließend die Bambinis mit ihrem Motto „Herzalarm“. Schon die Kleinsten ernteten begeisterten Applaus und belegen die erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Verein. Der Dank ging an die Trainerinnen Lena Pflauger und Vivien Greif sowie Anna Schmelzer und Conny Einwich.

Als Influencerin kann man gar nicht früh genug anfangen. Mit der erst 12-jährige Amelie Pager traute sich eine kecke Nachwuchs-Komödiantin ins grelle Scheinwerferlicht auf der großen Bühne. Unbekümmert berichtet sie von ihren Erlebnissen in der Schule – vor allem aber mit den Lehrern. Da wurde doch tatsächlich ihr Großvater zur Sprechstunde einbestellt, damit der Lehrer dem Opa zeigen kann, welche Fehler sein Sohn in ihren Hausaufgaben gemacht hat. Nach dem grandiosen Debüt des Talents verrät ein Blick auf ihr Handy: mit dem Elferrat hat sie 11 neue Follower gewonnen – tatsächlich aber hat sie die Sympathien aller Besucher im Sturm erobert.
In neuen Kostümen präsentierte sich die Kindergarde mit ihrem Gardemarsch. Die konnten mit Ihrem Auftritt derart überzeugen, dass die Trainerinnen Michelle Bernhardt und Sophia Schick deshalb sogar einige Freudentränen verdrücken mussten.
Hoch über ihrem Narrenvolk thronend grüßte das Prinzenpaar Thomas II. und Prinzessin Jessica I. mit einem ausführlichen Prolog. Stellvertretend für Präsidium und Elferrat galt ihr Dank den vielen unermüdlichen Helfern, ohne die ein Event wie die Gala nicht möglich wäre. Mit herzlichem Applaus schlossen sich dem die Besucher in der bis zum letzten Platz gefüllten Halle an.

Die Jugendgarde leitet mit ihrem Marsch in das nächste mit Spannung erwartete Debüt: zwei „Ältere Herren“ sitzen gemütlich auf ihren Sesseln, sinnieren über vergangene Zeiten und beklagen die Tücken des Alterns. Weil die Rente nicht mehr sicher ist, müssen mehr Beitragszahler her – aber wie kann man da nachhelfen? Vielleicht indem die Kondome zukünftig vom gleichen Hersteller kommen wie die gelben Säcke! Und einem Freund wurde auf dem Sterbebett sein Wunsch nach einem Stück Kuchen verwehrt. Denn der wurde ja für den Leichenschmaus gebacken. Nach dem Abschied der „Dorfraatsch´n“ von der Faschingsbühne haben sich Jonas Dursch und Lukas Meter erfolgreich aufgemacht, diese Lücke zu füllen.
Mit Lina-Marie Schneider und Pauline Pager kann der MCC bereits zwei Funkenmariechen vorweisen. Und mit Moritz Müller und Amelie Jankovski stellt der eigene Nachwuchs das einzige Tanzpaar im Landkreis. Bei einem gemeinsamen Auftritt demonstrieren die vier die perfekte Kombination aus Eleganz und Sportlichkeit. Großer Applaus für diese Darbietung und deren Trainerinnen Sabrina Bauer, Michelle Bernhard und Marie Biermann.
Die Fränkische Göttinnen „Schäuferla“ und „Seidla“ kommen leicht beschwipst auf die Bühne, doch werden sie dank ihrer Allmacht auf Knopfdruck wieder nüchtern. Von Memmelsdorf können sie nur Gutes berichten, schließlich hat jeder Ortsteil seine Vorzüge. Als aber Zückshut von „Seidla“ der Großgemeinde zugerechnet wird, muss sie von Ihrer Schwester für diese Annexion zurechtgerückt werden. Der Elferrat Alexander Müller konnte seinen Töchtern Ann-Catrin Urmüller und Christina Will gleich auf der Bühne zu ihrem gelungenen Auftritt gratulieren.

Bella Italia zum Ersten: aus einem Fiat Cinquecento steigen die Mafiosi aus und sofort erbebt die Bühne aufgrund der erstaunlichen Tanzeinlagen – vermutlich aber auch wegen der hierdurch bewegten Massen. Erst nach einer Zugabe wollten jedenfalls die begeisterten Zuschauer das Männerballett wieder entlassen.
Vom Zoff mit seiner „Fraa“ musste ein alter Bekannter berichten. Eigentlich wollte Franz Branntwein nur zwei Bier trinken und um Elf daheim sein. Als es dann elf Bier waren und 2 Uhr früh, wartete seine bessere Hälfte mal wieder mit dem Nudelholz und seine Laune war im Keller („da kann sie mir ja gleich ein Bier mit hochbringen!“). Er lässt sich keinen Bockbieranstich entgehen, deshalb freut er sich nicht auf sein trautes Heim, sondern traut sich nicht mehr Heim. Pfarrer Marianus Schramm aus Litzendorf glänzte mit teils deftigem, teils tiefsinnigem Humor in seiner Paraderolle.
Ein imposantes und zugleich elegantes Bild bot die Prinzengarde in voller Besetzung mit ihrem Gardemarsch, gespickt mit tänzerischen Höhepunkten. Ein Geschenk des Präsidenten für den unermüdlichen Einsatz ging an die Trainerinnen Julia Schneider und Sandra Leneis.

Bella Italien zum Zweiten: Den Schlusspunkt setzte einmal mehr die Memmelsdorfer Mafia – diesmal in kleiner Besetzung, denn Filius Florian (Nickoleit) war nur per WhatsApp zugeschaltet. Als Umzugshelfer räumen sie das Büro des scheidenden Bürgermeister Gerd Schneider aus. Dabei erinnert die Clan-Mamma (Anna Görres) mit einer musikalischen Rückblende an frühere Auftritte für den Rathaus-Chef. Und natürlich stellt sich die Frage „wer wohl unser neuer Gerd werd – schau mer mol wer´s werd“. Vielleicht hilfts ja, wenn der Bewerber eine Monika als Frau hätte. Schließlich hat der Pate herausgefunden, dass dieser Vorname gehäuft bei Politiker-Ehefrauen vorkommt. Prompt hat Elferrat Jürgen Reinwald einen entsprechenden Aufruf um den Hals gehängt bekommen. Mit ihren Gesangseinlagen unterstützt von Herbert Müller am Keyboard brachten die zuverlässigen Stimmungsmacher (Christopher Müller und Thomas Müller) auch in dieser Session die Halle zum Stehen.
Für die Tanzfreunde war anschließend die Band „Heaven“ bis in die frühen Morgenstunden zuständig. Am darauffolgenden Sonntag wurde die gesamte Veranstaltung im Rahmen des Pfarrfaschings wiederholt.




















